
Gesundheitsrisiken von Angelblei
Blei ist ein Schwermetall und eine gefährliche Substanz. Viele Sportangler kennen die schädlichen Wirkungen nicht gut. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Blei zu den zehn gefährlichsten Chemikalien für die öffentliche Gesundheit. Die Sportvisunie erklärt, was Blei mit Ihnen macht und wie Sie sicher angeln.
Was bewirkt Blei im Körper?
Blei schädigt das Nervensystem und die Gehirnentwicklung. Bei Kindern senkt es den IQ und erhöht die Wahrscheinlichkeit für Verhaltensprobleme. Bei Erwachsenen steigt durch Bleiexposition das Risiko für Blutarmut, Bluthochdruck und eingeschränkte Nierenfunktion. Blei vermindert außerdem die Fruchtbarkeit bei Männern und kann Fehlgeburten verursachen.
Schwangere Frauen und Kleinkinder nehmen mehr Blei auf. Blei gelangt über die Plazenta zum ungeborenen Kind und kann dort das Nervensystem schwer schädigen.
Bleivergiftung
Bleivergiftung tritt in zwei Formen auf:
- Akute Vergiftung folgt auf hohe Exposition, zum Beispiel durch Einatmen von Bleidämpfen oder Verschlucken großer Mengen Blei.
- Chronische Vergiftung entsteht durch wiederholte Exposition gegenüber niedrigen Konzentrationen. Selbst sehr geringe Konzentrationen führen zu Schäden. Es gibt keine sichere Bleikonzentration im Blut.
Wie kommt man mit Blei in Kontakt?
Sportangler sind gefährdet durch:
- Selbst Blei gießen, um Wurfgewichte herzustellen.
- Anbeißen oder Knautschen von Quetschblei und Schrotblei.
- Versehentliches Verschlucken kleiner Bleigewichte.
Auch Mitarbeiter von Angelläden und Menschen, die täglich mit Blei arbeiten, verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Tipps für sicheres Angeln
Befolgen Sie diese Empfehlungen der Sportvisunie:
- Vermeiden Sie Blei. Wählen Sie umwelt- und gesundheitsschonende Alternativen. Siehe dieses Übersicht: https://www.sportvisserijnederland.nl/vis-water/sportvisserij-loodvrij/overzicht-loodalternatieven/
- Schmelzen und gießen Sie kein Blei. Wenn Sie dennoch gießen, sorgen Sie für gute Belüftung und Absaugung.
- Tragen Sie beim Gießen Handschuhe, eine Staubmaske und eine Schutzbrille.
- Essen und Rauchen Sie nicht während des Gießens. Reinigen Sie Ihren Arbeitsplatz nass und entsorgen Sie den Lappen.
- Halten Sie Kinder und schwangere Frauen vom Gießplatz und gelagertem Blei fern.
- Stecken Sie niemals Blei in den Mund, auch nicht, um Quetschblei mit den Zähnen zusammenzudrücken.
- Kaufen Sie Dispenserdosen, die ein Schrotkorn nach dem anderen abgeben.
- Waschen Sie sich nach dem Umgang mit Blei immer die Hände.
- Bewahren Sie Blei außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
- Geben Sie unbenutztes Blei beim Wertstoffhof oder als Sondermüll ab.

Die Sportvisunie empfiehlt, so bald wie möglich auf bleifreie Gewichte umzusteigen. So schützen Sie sich, Ihre Familie und die Natur.
Entscheiden Sie sich noch heute für bleifreie Alternativen und verringern Sie Ihre Bleiexposition.
